Don Whitley Scientific (DWS) hat im Vorfeld des 3. jährlichen Cross Channel Clostridioides difficile Forum (3CdF), das im Juni 2026 an der Leiden University in den Niederlanden stattfand, drei Reisestipendien vergeben.
Das DWS-Reisestipendienprogramm unterstützt Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler dabei, an wissenschaftlichen Konferenzen und Tagungen teilzunehmen. Dort können sie ihre Forschung vorstellen, sich mit anderen Forschern und Experten austauschen und wertvolle berufliche Kontakte knüpfen.
DWS wurde bei der Veranstaltung durch den technischen Vertriebsspezialisten Stuart Moore vertreten. Er präsentierte die Whitley anaerobe Arbeitsstationen und traf zahlreiche Forscher, die in ihren Laboren mit unseren Geräten arbeiten. Besonders schön war es, alle drei Reisestipendien-Empfänger persönlich bei der Präsentation ihrer Forschung zu erleben. Ihre Projekte zeigen die große Bandbreite der aktuellen Forschung zu Clostridioides difficile in Europa.
Die diesjährigen Stipendiaten waren:
- Basil Fok, Doktorand an der University of Warwick. Seine Forschung beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen C. difficile und Phocaeicola (Bacteroides) vulgatus in Biofilmen mit zwei Bakterienarten.
- Will Channell, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der University of Warwick. Er präsentierte seine Forschung zur Rolle von MUC13 während einer Clostridioides difficile-Infektion.
- Lilia Hodge, Doktorandin an der University of Sheffield. Ihre Forschung untersucht die sogenannte Stringent Response bei Clostridioides difficile.
Im Folgenden berichten die drei Preisträger mehr über ihre Forschung, ihre Erfahrungen auf der Konferenz und darüber, was das DWS-Reisestipendium für sie bedeutet hat.
Basil Fok
Wechselwirkungen zwischen C. difficile und der Darmmikrobiota verstehen
Basil beschäftigt sich in seiner Forschung mit den molekularen Mechanismen, die den Wechselwirkungen zwischen Clostridioides difficile und Phocaeicola (Bacteroides) vulgatus in Biofilmen mit zwei Bakterienarten zugrunde liegen. Mithilfe der Transposon-Directed Insertion Site Sequencing (TraDIS) untersucht er, welche Gene für das Überleben von C. difficile in diesen Mischkultur-Biofilmen entscheidend sind. Dadurch soll besser verstanden werden, wie die natürliche Darmmikrobiota die Besiedlung des Darms durch C. difficile verhindern oder einschränken kann.
Während seiner Forschung nutzt Basil die Whitley A35 anaerobe Arbeitsstation, um strikte anaerobe Bakterien zu kultivieren, Mutagenese-Experimente mit C. difficile durchzuführen und In-vitro-Infektionsversuche durchzuführen.
Über seine Erfahrungen auf der Konferenz berichtet Basil:
„Die Teilnahme an der 3CdF-Konferenz in Leiden war eine unglaublich bereichernde Erfahrung. Ich hatte interessante Gespräche mit führenden Expertinnen und Experten, konnte neue wissenschaftliche und berufliche Erkenntnisse gewinnen und mich mit anderen Doktorandinnen, Doktoranden und Forschern aus verschiedenen europäischen Einrichtungen austauschen. Ohne das DWS-Reisestipendium wäre es für mich deutlich schwieriger gewesen, mein berufliches Netzwerk zu erweitern und Kooperationen innerhalb der C. difficile-Forschung aufzubauen.“
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Will Channell
Die Rolle von MUC13 bei einer Clostridioides difficile-Infektion untersuchen
Will präsentierte Forschung aus dem Labor von Professor Meera Unnikrishnan an der University of Warwick. Im Mittelpunkt stand MUC13, ein Transmembran-Mucinprotein, das im menschlichen Darm vorkommt.
Das Projekt kombiniert In-vitro- und In-vivo-Methoden, um zu untersuchen, welchen Einfluss MUC13 auf eine Clostridioides difficile-Infektion hat. Die Ergebnisse sollen dabei helfen, die Wechselwirkungen zwischen Wirt und Krankheitserreger besser zu verstehen und langfristig die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten zu unterstützen. Für die Experimente sind kontrollierte anaerobe Bedingungen erforderlich, die durch die Whitley A35 Arbeitsstation bereitgestellt werden.
Will beschreibt die Konferenz als wertvolle Gelegenheit, sich sowohl wissenschaftlich weiterzuentwickeln als auch mit Forschern aus ganz Europa zu vernetzen:
„Die Veranstaltung war eine großartige Gelegenheit, von Forschern aus ähnlichen Forschungsbereichen aus ganz Europa zu lernen und Kontakte zu knüpfen. Ich bin Don Whitley Scientific sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung, die meine Teilnahme ermöglicht hat.“
Will bedankte sich außerdem bei seiner Betreuerin Professor Meera Unnikrishnan und dem Postdoktoranden Thomas MacCreath für ihre Unterstützung während des Projekts.
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Lilia Hodge
Die Stringent Response bei Clostridioides difficile untersuchen
Lilia beschäftigt sich in ihrer Doktorarbeit mit der Stringent Response, einem bakteriellen Signalweg, der es Bakterien ermöglicht, sich an verschiedene Stresssituationen wie Nährstoffmangel, oxidativen Stress oder die Einwirkung von Antibiotika anzupassen.
Obwohl dieser Signalweg bei vielen Bakterien weit verbreitet ist, wurde seine Funktion bei Clostridioides difficile bisher wenig untersucht. Mithilfe der Whitley A35 anaerobe Arbeitsstation kann Lilia die stabilen anaeroben Bedingungen aufrechterhalten, die für ihre Arbeit mit besonders empfindlichen Mutantenstämmen erforderlich sind. So lässt sich vermeiden, dass Schwankungen der Umgebungsbedingungen die Ergebnisse ihrer Experimente beeinflussen.
Für Lilia war die Konferenz ein wichtiger Meilenstein in ihrer wissenschaftlichen Laufbahn:
„Ich habe zum ersten Mal überhaupt einen Vortrag auf einer Konferenz gehalten und konnte von Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen der C. difficile-Forschung wertvolles Feedback und Ratschläge erhalten.“
Auch auf ihre persönliche Entwicklung als Nachwuchswissenschaftlerin hatte die Förderung einen wichtigen Einfluss:
„Die europäische C. difficile-Forschungsgemeinschaft ist klein, aber unglaublich freundlich und unterstützend. Ein Reisestipendium hilft mir nicht nur dabei, meine Forschung vorzustellen, sondern gibt mir auch das Gefühl, dass es sich lohnt, in mich zu investieren. Als Doktorandin kann man leicht an sich selbst zweifeln – und genau solche Möglichkeiten helfen dabei, dieses Impostor-Syndrom zu überwinden.“
Lilia bedankte sich ebenfalls bei Don Whitley Scientific für die Unterstützung und dafür, dass ihr erster Konferenzvortrag zu einer so positiven Erfahrung wurde.
Wissenschaftliche Konferenzen bieten Forschern weit mehr als nur die Möglichkeit, ihre eigenen Ergebnisse zu präsentieren. Sie fördern Zusammenarbeit, neue Ideen und den Austausch von Wissen und geben Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die Möglichkeit, mehr Sicherheit innerhalb ihrer Forschungsgemeinschaft zu gewinnen.
Genau diese Möglichkeiten möchte das DWS-Reisestipendium unterstützen. Es ermöglicht Forschern, ihre Arbeit einem Fachpublikum vorzustellen, berufliche Netzwerke aufzubauen und zur Weiterentwicklung der Mikrobiologie beizutragen.
Wir gratulieren Basil, Will und Lilia noch einmal herzlich zu ihrer hervorragenden Forschung und bedanken uns dafür, dass sie ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben. Wir freuen uns darauf, die weitere Entwicklung ihrer Forschungsprojekte zu verfolgen.
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