Inwiefern unterstützen die Whitley anaeroben Arbeitsstationen Forscher bei der Erforschung der Tumorhypoxie?

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Inwiefern unterstützen die Whitley anaeroben Arbeitsstationen Forscher bei der Erforschung der Tumorhypoxie?

Es ist bekannt, dass Tumorhypoxie das Fortschreiten von Krebserkrankungen beeinflussen und Auswirkungen darauf haben kann, wie Tumoren auf Behandlungen reagieren. Ein besseres Verständnis darüber, wie Sauerstoffmangel die Tumorumgebung verändert, hilft Forschern dabei, neue therapeutische Ansatzpunkte zu identifizieren und langfristig die Behandlungsergebnisse für Patientinnen und Patienten zu verbessern.

An der University of Manchester und beim The Christie NHS Foundation Trust untersucht der Postdoktorand Conrado Guerrero Quiles diese Zusammenhänge. Dabei nutzt er die Whitley A45 anaerobe Arbeitsstation, um klinisch relevante Sauerstoffbedingungen im Labor nachzustellen. Dank des DWS-Reisestipendiums konnte er seine neuesten Forschungsergebnisse kürzlich auf dem Kongress der European Association for Cancer Research (EACR) 2026 in Budapest präsentieren.


Forschungsschwerpunkt: Durch Hypoxie bedingte Veränderungen der extrazellulären Matrix

„Meine Forschung beschäftigt sich mit der translationalen Strahlenbiologie, insbesondere mit Tumorhypoxie, der Biologie der extrazellulären Matrix (ECM) und der Reaktion von Tumoren auf eine Strahlentherapie.

Auf dem EACR-Kongress in Budapest habe ich mein Poster mit dem Titel „Eine krebsartenübergreifende Multi-Omics-Metaanalyse bringt schwere Hypoxie mit einer Veränderung der extrazellulären Matrix und einem Nutzen der Strahlentherapie in Verbindung“ vorgestellt. Diese Arbeit untersucht, wie niedrige Sauerstoffkonzentrationen in Tumoren die extrazelluläre Matrix – das strukturelle Netzwerk, das Krebszellen umgibt – verändern und wie diese Veränderungen das Verhalten von Krebszellen und deren Ansprechen auf die Strahlentherapie beeinflussen können.

Unsere Studie kombinierte groß angelegte transkriptomische Meta-Analysen, Multi-Omics-Validierungen, räumliche Transkriptomik und funktionelle Tests. Durch den Vergleich normoxischer und hypoxischer Bedingungen konnten wir hypoxiebedingte Veränderungen der extrazellulären Matrix über verschiedene Krebsarten hinweg identifizieren und eine potenzielle ECM-Signatur entwickeln, die mit einem besseren Ansprechen auf eine Strahlentherapie verbunden ist. Wichtig ist zudem, dass unsere experimentellen Arbeiten darauf hindeuteten, dass eine ausgeprägte Hypoxie die Bildung einer fibronektinreichen extrazellulären Matrix fördert und die Abhängigkeit von Tumorzellen stärker in Richtung des FN1/ITGA5-Signalwegs verschieben könnte. Dies kann wiederum Zellmigration, Zelladhäsion und die Empfindlichkeit gegenüber Strahlung beeinflussen.

Die Whitley A45 Arbeitsstation war ein wichtiger Bestandteil dieser Forschung, da sie es ermöglichte, kontrollierte Sauerstoffbedingungen zu modellieren, die die klinisch relevante Tumorhypoxie besser widerspiegeln. Die Möglichkeit, Zellen definierten Sauerstoffkonzentrationen, einschließlich schwerer Hypoxie, auszusetzen, war entscheidend für das Verständnis, wie verschiedene hypoxische Zustände die extrazelluläre Matrix umgestalten und die Reaktionen der Krebszellen verändern.

Die Präsentation dieser Forschung auf dem EACR 2026 war für mich äußerst wertvoll. Die Veranstaltung brachte Forscher aus der Grundlagenforschung, der translationalen Forschung und der klinischen Krebsforschung zusammen und bot damit ein ideales Umfeld, um die biologischen und therapeutischen Auswirkungen der durch Hypoxie verursachten Veränderungen der extrazellulären Matrix zu diskutieren. Während der Postersession erhielt ich konstruktives Feedback von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit Fachkenntnissen in den Bereichen Tumormikroumgebung, räumlichen Profilierung, Strahlentherapie und Biomarkerentwicklung. Diese Gespräche halfen dabei, die translationale Bedeutung unserer Ergebnisse klarer herauszuarbeiten, und zeigten mögliche nächste Schritte für die Validierung der ECM-Signatur unter klinisch relevanten Bedingungen auf.

Die Teilnahme am EACR-Kongress bot außerdem eine hervorragende Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, mögliche Kooperationen zu erkunden und Einblicke in neue Entwicklungen und Methoden der Krebsforschung zu gewinnen. Ich bin Don Whitley Scientific sehr dankbar für die Unterstützung, die mir die Teilnahme ermöglicht und mir die Gelegenheit gegeben hat, diese Forschung mit der internationalen Krebsforschungsgemeinschaft zu teilen.“


Wir freuen uns sehr, Conrados Teilnahme am EACR 2026 unterstützt und dazu beigetragen zu haben, diese wichtige Forschung einem breiteren wissenschaftlichen Publikum vorzustellen. Weitere Informationen zu seiner Forschung über die durch Hypoxie verursachten Veränderungen der extrazellulären Matrix finden Sie im vollständigen Forschungsposter.

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