50 Jahre DWS: Ein Gespräch am Kamin mit der Familie Walton

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50 Jahre DWS: Ein Gespräch am Kamin mit der Familie Walton

Heute feiern wir einen bedeutenden Meilenstein für Don Whitley Scientific (DWS): unser bisher größtes Jubiläum – 50 Jahre DWS.

Für viele unserer Kunden, Lieferanten und wissenschaftlichen Partner ist DWS seit jeher untrennbar mit unserem Gründer Don Whitley verbunden. Ganz gleich, ob Sie ihn persönlich kannten, mit ihm zusammengearbeitet oder ihn an unserem Hauptsitz getroffen haben – wahrscheinlich erinnern Sie sich an seine Leidenschaft, seine Entschlossenheit und sein echtes Interesse an Menschen und Mikrobiologie.

Was 1976 in einem Gästezimmer in Shipley begann, hat sich zu einem international tätigen Wissenschaftsunternehmen entwickelt, das Labore in mehr als 50 Ländern weltweit beliefert. Doch trotz der enormen Entwicklung unseres Unternehmens sind die Werte, auf denen Don DWS aufgebaut hat, unverändert geblieben. Wir sind nach wie vor ein familiengeführtes Unternehmen mit spezialisierter Expertise in Mikrobiologie und Engineering – klein genug, um sich persönlich zu kümmern, und groß genug, um zu liefern.

Anlässlich dieses Meilensteins haben wir uns mit unseren drei Eigentümern – Paul Walton (Geschäftsführer), Joe Walton (Vertriebsleiter), und Tom Walton (Serviceleiter)– zu einem Gespräch am Kamin zusammengesetzt, um gemeinsam auf die bisherige Entwicklung des Unternehmens zurückzublicken. Sie teilten Erinnerungen an Don, sprachen über einige der prägenden Momente der vergangenen fünf Jahrzehnte, darüber, was die Innovation bei DWS weiterhin vorantreibt, und darüber, was als Nächstes kommt.

Sie können unten einige Highlights des Gesprächs lesen oder sich hier die vollständige Aufzeichnung des Gesprächs ansehen.


Worauf wäre unser Gründer Don Whitley wohl am stolzesten, wenn er das Unternehmen heute sehen könnte?

Paul: Ich denke, er wäre stolz auf die Anzahl der Menschen, die heute hier arbeiten, insbesondere auf die jungen Menschen, die eine vielversprechende Zukunft vor sich haben. Er wäre stolz darauf, dass wir nicht mehr von der Hand in den Mund leben müssen, wie es zu Beginn der Fall war. Er wäre stolz auf unser heutiges Produktsortiment, darauf, wie fortschrittlich es ist, und darauf, dass wir unsere Produkte in die ganze Welt verkaufen.

Jemand hat vorhin gesagt, dass es wahrscheinlich nicht viele Mikrobiologen auf der Welt gibt, die noch nie von Don Whitley gehört haben. Ich glaube, darauf wäre er sehr stolz.

Joe: Und ich denke, ergänzend dazu wäre er auch sehr stolz darauf, dass wir unsere Verbindungen zur wissenschaftlichen Gemeinschaft aufrechterhalten haben. Dazu gehört beispielsweise die UK Anaerobe Reference Unit, bei deren Organisation des P&CMAn-Kurses wir unterstützen, sowie die Möglichkeit, gemeinsam mit Linda Veloo und ihrem Team in den Niederlanden unser Wissen und unsere Ausbildungserfahrung auch international weiterzugeben. Er wäre auch stolz auf die weiteren Verbindungen zu anderen Gruppen, die unser Gebäude regelmäßig besuchen und hier Seminare durchführen.


Wenn Sie auf die vergangenen 50 Jahre zurückblicken: Gibt es Momente, die einen echten Wendepunkt für das Unternehmen darstellten?

Paul: Wenn wir ganz zum Anfang zurückgehen, in die frühen Jahre, hatte Don, mein Vater, eine sehr gute Beziehung zu dem Einkäufer des damaligen Public Health Laboratory Service.

Don hatte ein neues Anaerobiergefäß entwickelt, das mit innovativen, patentierten Funktionen ausgestattet war. Wir fuhren nach Colindale in London, um diesen Mann zu treffen. Nach dem Besuch wurde beschlossen, dass diese Anaerobiergefäße zum Standard für die öffentlichen Gesundheitslabore werden sollten. Er erteilte uns einen Auftrag über 50 Stück. Heute klingt das vielleicht nicht nach einer großen Zahl, aber für uns war dieser Auftrag damals enorm wichtig.

Der nächste große Schritt kam, als Don beschloss, an einer Veranstaltung mit dem Titel Rapid Methods in Microbiology teilzunehmen. Ich glaube, das war 1976 oder 1977. Eigentlich konnte er sich die Teilnahme kaum leisten, aber Pam, seine Frau, und ich ermutigten ihn trotzdem dazu. Er übernachtete in einem heruntergekommenen kleinen Bed & Breakfast statt gemeinsam mit den anderen Teilnehmern. Auf dieser Veranstaltung lernte er jedoch Ed Campbell und Sam Schalkowsky aus Amerika kennen.

Das führte dazu, dass er die Vertriebsvertretung für den Spiral Plater erhielt. Damit entwickelte sich unser Unternehmen von einem Anbieter kleiner Produkte wie Anaerobiergefäßen und Nährmedien zu einem Unternehmen, das erstmals auch ein größeres Laborgerät anbot. Dadurch erhielten wir die finanziellen Mittel, die Don benötigte, um das zu entwickeln, was er eigentlich bauen wollte: die Anaerobierkammer.

Eines führte zum anderen, und dadurch waren wir schließlich in der Lage, unsere eigene anaerobe Arbeitsstation zu entwickeln. Wir stellen diese noch heute her – und daraus entwickelte sich im Grunde alles, was wir seitdem gemacht haben.

Joe: In jüngerer Zeit, etwa 2008, als wir unsere heutige Arbeitsstation-Reihe – die A-, H- und M-Serie – auf den Markt gebracht haben, war das meiner Meinung nach ein echter Wendepunkt dafür, wie wettbewerbsfähig wir geworden sind. Wir besitzen nach wie vor eine Reihe von Patenten, die einzigartig für uns sind, und profitieren auch heute noch davon.

Tom: Ich denke auch, dass der Kauf von Victoria Works im Jahr 2019 ein entscheidender Wendepunkt für das Unternehmen war. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits seit rund 19 Jahren im Unternehmen und wir hatten die gesamte Zeit über unseren Sitz in Shipley. Wir waren in verschiedene Gebäude umgezogen, aber es hatte nie wirklich so funktioniert, wie wir es uns erhofft hatten.

Als sich die Möglichkeit ergab, Victoria Works zu kaufen, bot uns das eine enorme Plattform für weiteres Unternehmenswachstum. Dadurch konnten wir unsere Engineering- und F&E-Bereiche erweitern und weitere Mitarbeiter einstellen.

Der Kauf fiel außerdem mit dem Beginn der COVID-Pandemie zusammen, und der zusätzliche Platz war damals entscheidend. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn wir zu dieser Zeit noch in Shipley gewesen wären, denn es wäre eine enorme Herausforderung gewesen. Wir hatten den Platz, den wir brauchten, um unseren Betrieb aufrechtzuerhalten und gleichzeitig mit dem Vertrieb von Abstrichtupfern zu beginnen – ein Bereich, der für uns stark gewachsen ist.

Victoria Works ist außerdem zu einem unserer besten Marketinginstrumente geworden. Wir haben hier großartige Treffen mit europäischen Partnern und ALS abgehalten, Vertriebstreffen organisiert und Kundenveranstaltungen durchgeführt. Für mich war das einer der wirklich entscheidenden Momente in der Geschichte des Unternehmens.


Wie beeinflussen die familiären Werte weiterhin die Art und Weise, wie das Unternehmen heute geführt wird?

Joe: Was den Menschen immer wieder auffällt, wenn wir über Don Whitley Scientific als Familienunternehmen sprechen, ist, dass es nicht nur um die Familie geht, die heute hier sitzt.

Es ist im gesamten Unternehmen wirklich ein Familienunternehmen. Bei uns arbeiten zahlreiche Ehepaare, Söhne und Töchter sowie mehrere Generationen verschiedener Familien. Dadurch entsteht ein sehr starkes familiäres Gefühl, und es gibt eigentlich niemanden in diesem Gebäude, der nicht mit jemand anderem hier verbunden ist.

Ich denke, das lässt sich auch auf die Art und Weise übertragen, wie wir Menschen für das Unternehmen gewinnen. Sehr häufig geschieht dies über Mundpropaganda und Empfehlungen – und das hat uns über die Jahre sehr gute Dienste geleistet.


Was hält das Unternehmen nach 50 Jahren weiterhin innovativ?

Tom: Neue Technologien spielen dabei immer eine große Rolle. Ein großer Teil der Gewinne des Unternehmens wird wieder in Forschung und Entwicklung investiert, weil wir technologisch immer einen Schritt voraus sein wollen.

Wir verfügen über eine starke Engineering-Abteilung, eine CMM-Messmaschine, Flachbettfräsen, 3D-Drucker und ein großartiges F&E-Team. All diese Dinge helfen uns, insbesondere aus technischer Sicht, den entscheidenden Schritt voraus zu bleiben.

Wir investieren kontinuierlich und suchen nach Möglichkeiten, Techniken zu verbessern, Prozesse effizienter zu gestalten und bessere Technologien einzusetzen. Aber auch die richtigen Vertriebspartnerschaften sind wichtig. Es geht nicht nur darum, wer unsere Produkte verkauft, sondern auch darum, für wen wir Produkte vertreiben und mit welchen Unternehmen wir zusammenarbeiten möchten. Die Zusammenarbeit mit guten Unternehmen, die qualitativ hochwertige Produkte herstellen, ist sowohl für den Ruf des Unternehmens als auch für unsere eigene Weiterentwicklung wichtig.

Wir haben erst kürzlich einen potenziellen Vertriebspartner besucht, und wenn man sieht, wie andere Unternehmen arbeiten, lernt man immer etwas dazu. Man sieht, wie deren Produktion funktioniert, wie das Engineering organisiert ist und wie sie an Forschung und Entwicklung herangehen. Wenn man sich mit guten Menschen und gleichgesinnten Unternehmen umgibt, spielt das meiner Meinung nach eine große Rolle dabei, wohin wir uns entwickeln.

Joe: Wir haben das Glück, mittlerweile zwei oder drei wirklich starke Produktmarken zu vertreten, die wir in Großbritannien anbieten.

Und ergänzend dazu kommt vieles durch unsere Verbindungen zu unseren Kunden. Unser Vertriebsteam, unsere F&E-Ingenieure und unsere Servicetechniker werden kontinuierlich dazu ermutigt, mit Kunden zu sprechen und mit ihnen in Kontakt zu bleiben, denn daraus entstehen viele unserer Ideen für die zukünftige Entwicklung unserer Produkte.

Paul: Ich würde außerdem sagen, dass wir innerhalb des Unternehmens über eine sehr starke Wissensbasis verfügen. Wir haben Menschen, die die Prozesse sowohl aus technischer als auch aus mikrobiologischer Sicht verstehen. Wir kennen die wissenschaftliche Welt ebenso wie die Welt des Engineerings, und das ist für uns von großem Vorteil, wenn wir mit Kunden sprechen.

Das Gespräch mit unseren Kunden ist das Wichtigste. Gleichzeitig sind wir aber in der Lage, ihre Anforderungen in konkrete Produkte zu übersetzen, weil wir hier die richtigen Menschen haben, die dies umsetzen können.


Wie geht es für DWS weiter?

Joe: Ich denke, was wir in den vergangenen Jahren festgestellt haben, ist, dass die Welt ein turbulenter Ort ist. Deshalb ist Diversifizierung besonders wichtig. Das haben wir auf verschiedene Weise erreicht.

Wir haben einen starken Servicebereich aufgebaut, unser Verbrauchsmaterialgeschäft mit Produkten wie Copan-Abstrichtupfern ausgebaut und verfügen mit unseren modifizierten Atmosphären-Arbeitsstationen über eigene Laborgeräte, die wir weltweit verkaufen.

Gleichzeitig möchten wir weiterhin starke Vertriebspartnerschaften aufbauen, die wir hier in Großbritannien vertreten können und die unser eigenes Produktsortiment sinnvoll ergänzen.

Tom: In vielerlei Hinsicht wird es wohl so weitergehen wie bisher. Gleichzeitig möchte ich aber auch auf die Standards innerhalb des Unternehmens und auf unsere Unternehmenskultur hinweisen. Das sind Bereiche, die man niemals aus den Augen verlieren darf. Jede Abteilung muss einen Standard erreichen, mit dem wir zufrieden sind und mit dem auch unsere Mitarbeiter zufrieden sind. Wir müssen kontinuierlich daran arbeiten, wie sich die Menschen fühlen, wenn sie hier arbeiten.

Dabei muss es auch Ehrlichkeit in diesen Gesprächen geben. Manchmal können Standards nachlassen – und der Standard, an dem man vorbeigeht, ist der Standard, den man akzeptiert. Es ist wichtig, dass die Menschen verstehen, dass jeder eine Stimme hat und jeder etwas bewirken kann.

Es liegt nicht allein in der Verantwortung der Führungsebene des Unternehmens. Genau das möchten wir fördern und weiter vorantreiben. Ich denke, wir haben ein starkes Fundament, und dieses Fundament wird uns noch weit tragen.


Ein Blick in die Zukunft

Fünfzig Jahre nach den Anfängen in Shipley baut DWS weiterhin auf den Grundlagen auf, die Don geschaffen hat: Innovation, wissenschaftliche Zusammenarbeit, starke Kundenbeziehungen und das Engagement, Dinge auf die richtige Weise zu tun.

Obwohl sich seit 1976 vieles verändert hat, ist unser Fokus derselbe geblieben: Mikrobiologen auf der ganzen Welt mit spezialisierten Laborgeräten zu unterstützen, in unsere Mitarbeiter zu investieren und die Grenzen der Mikrobiologie kontinuierlich zu erweitern.

An alle, die in den vergangenen fünf Jahrzehnten Teil unserer Reise waren – unsere Mitarbeiter, Kunden, Vertriebspartner, Lieferanten und wissenschaftlichen Partner – vielen Dank für Ihre Unterstützung. Auf die nächsten 50 Jahre!

Das Gespräch am Kamin verpasst? Hier können Sie sich die vollständige Auszeichnung ansehen und die Geschichten, Erinnerungen und persönlichen Rückblicke in voller Länge hören.

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